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06.08.2018 13:22 Uhr von Grit  

Beiträge: 355
Ironman HH

Oh verdammt, 3 Monate gab es hier schon keinen Eintrag mehr und dabei ist soooo viel passiert ... Also hauptsächlich irgendwie bei Stephan, denn der hatte bei dieser Vorbereitung wirklich die Seuche gebucht! Zwei lange Krankheitsausfälle, ständig nicht funktionierende Wattmesser, ein defekter Pulsgurt, eine geplatzte Radnabe und somit die kurzfristige Anschaffung eines neuen Hinterrades haben dann in all den Monaten für ordentlich Aufregung und auch einige Zweifel gesorgt. Erstaunlicherweise liefen die Vorbereitungswettkämpfe dennoch alle großartig für ihn - Chapeau mein Süßer Anbeten

Und auch bei mir lief die Vorbereitung deutlich holpriger als noch im vergangenen Jahr Motz. Aber irgendwie haben wir uns - oft zu dritt mit Micha - durch das nicht enden wollende Training geboxt und standen final gut vorbereitet in HH.

Ich war allerdings schon recht kaputt und müde - ausgelaugt durch die große Hitze und anhaltenden körperliche Beschwerden ...
Bei Temperaturen über der 30° Marke habe wir die Tage in HH dann auch ordentlich weiter geschwitzt. Und da haben wir monatelang Schiss gehabt, dass wir in HH 17° und Regen kriegen Hihi

Aber nicht nur wir fanden das Wetter prima, sondern auch die Blaualgen, welche es sich in der warmen Alster bequem gemacht hatten. Da half dann auch der heftige Gewitterschauer nichts mehr, der sich pünktlich zum Checkin am Samstag über der WZ ergoß ... Somit gab es bereits 2 Tage vorher eine Schwimmabsage und der Part wurde durch 6 km Laufen ersetzt.

Iron-Duathlon - für mich als schlechte Schwimmerin ja eigentlich gar nicht so schlecht Überlegen meint man... Fast 50 km Laufen ist dann aber irgendwie auch heftig Plem Plem. Nun gut, wir hatten ja eh keine Wahl und gingen es eher verhalten an. Irgendwie war es aber eine komische Atmosphäre ... während es vor dem Schwimmen ja meistens ruhig ist und jeder sich noch mal konzentriert, war es am Rollingstart beim Laufen wuselig, laut und aufgeregt Quatschen - fast ein wenig Volkslauffeeling ...

Der erste Part war locker und schnell vorbei, das war ja auch noch keine Herausforderung und die lange WZ kannten wir bereits. Über die Radstrecke wurde ja im Vorfeld viel diskutiert - okay sie war flach/ super flach aber der Wind hat uns an diesem Tag glücklicherweise fast verschont Grins. Die Straßen im Stadtgebiet waren aber eine echte Zumutung Motz -> kaputt, Baustellen, grobes Kopfsteinplaster, Scherben am Rand ... endlich draußen auf dem Deich habe ich dann schnell einen guten Rhythmus gefunden - bis ich mir bei KM 45 den Vorderreifen platt gefahren habe Heul Bin dann bis zum VP gerollt, da es dort irgendwo einen technischen Support geben sollte. Leider wusste keiner der Helfer so richtig Bescheid und so setzte ich dann doch an, den Schaden mit neuem Schlauch und Gaspatrone zu beheben. Blöderweise bin ich so doof abgerutscht, dass ich mir ein Stück Haut vom Finger gesäbelt habe Haare raufen (Messerspeichen sehen nicht nur gut aus ...) Innerhalb von Sekunden war alles voll geblutet, an einen Wechsel gerade gar nicht zu denken. Irgendwann meinte dann ein Helferlein, dass 300 m weiter der Support wäre. Ein Pflaster und ne Standpumpe hätten mir ja schon gereicht - ich also dahin gelatscht und dann doch noch etwas Glück gehabt. Der nette Typ hat mir mit Klopapier und Tape für den Finger und einem gewechselten Schlauch geholfen und so konnte es dann irgendwann doch für mich weitergehen Rädchen fahren. Allerdings war erst mal die Luft raus und ich musste mich schwer zusammenreißen, wieder ins Tempo zu kommen. Meine angepeilte Radzeit von unter 6 Std. hatte sich natürlich in Luft aufgelöst und außerdem hatte ich ja den größten Teil noch vor mir Ärgerlich.

Endlich in WZ 2 angekommen, habe ich mich richtig auf´s Laufen gefreut. Die ersten beiden Runden waren auch wirklich noch richtig gut - Eiswürfel unter die Kappe, Wasserkühlung für innen und außen und verhältnismäßig viel Schatten auf der Strecke halfen gut gebe die Hitze! In Runde Nr. 3 habe ich mich allerdings irgendwie vertreten und meine linke Hüftseite meckerte extrem. In Runde Nr. 4 musste ich dann tatsächlich ca. 4 km wandern, weil nix mehr ging. Immer wieder musste ich stehenbleiben und die Hüfte dehnen. Zwischen KM 36 + 37 habe ich mich dann gedanklich selbst in den Hintern getreten und plötzlich konnte ich auch wieder laufen Hääääh Deutlich später als geplant aber dennoch glücklich kam ich dann endlich ins Ziel, wo die drei Jungs schon auf mich warteten.

Auch wenn es mir dieses Mal schwer fiel und ich mich mehrfach zurück ins Rennen kämpfen musste, hat es wieder viel Spaß gemacht!!! Micha, Stephan und Bernhardt kamen super zurecht und haben richtig starke Leistungen abgeliefert und unsere Support-Gang mit Jasmin, Diana, Änni, Ramona, Torsten und Markus HammerDanke war der Kracher!!!
 
 
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