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08.07.2013 22:51 Uhr von Michael  

Beiträge: 204
The longer way to Vichy

Wenn ich so meinen eigenen Eintrag nach weiteren 5 Trainingsmonaten lese, überkommt mich ungläubiges Staunen, dass ich damals so enthusiastisch an die Sache herangegangen bin. Dem Enthusiasmus ist mittlerweile der blanke Realitätssinn gewichen und mich überkommen vage Zweifel, dass ich in weniger als 2 Monaten fit genug sein soll, um mein Vorhaben nicht auf allen Vieren zu beenden...

Woran das liegt? Nun ja, ich muss mir eingestehen, dass ich offenbar zu blauäugig und manches Mal schlichtweg falsch an die Sache herangegangen bin! In Sachen Trainingsumfang kann ich mir kaum Vorwürfe machen. Selbst in den "Ruhewochen" habe ich zumeist (zeitlich) mehr trainiert, als in vielen Marathonvorbereitungen der letzten Jahre. Doch darin hatte ich Erfahrung und wusste, was zu tun ist.

Hier habe ich viel zu häufig versucht, nicht nur den Umfang sondern auch die Einheiten von Stephan zu kopieren, in dem Glauben, dass sich mein Leistungsstand seinem irgendwann annähern könnte. Spät, aber nicht zu spät, habe ich erkannt, dass dies nahezu unmöglich ist. Weder im Wasser noch auf dem Rad komme ich an seine Leistungswerte heran, lediglich im Laufen ist der Abstand nicht ganz so eklatant. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Stephan den ganzen Kram bereits dreimal erfolgreich durchgezogen hat und vor allem an seinem kontinuierlichen und harten Training über mehr als 10 Jahre. Er müsste sich zu Recht fragen, was er all die Jahre gemacht hat, wenn ich in weniger als einem halben Jahr zu ihm aufgeschlossen hätte!

Folglich habe ich das Training in weiten Teilen zu hart absolviert und damit unter Umständen wertvollen Leistungseffekt verschenkt. Anlässlich eines langen Laufs vor etwas mehr als einem Monat kam mir buchstäblich die Erleuchtung! Anstatt mal wieder nachzusehen, welches Tempo wohl angebracht wäre, bin ich einfach nach Körpergefühl losgelaufen und hatte einen exzellenten Lauf. Wenn ich in der Vergangenheit eine Fähigkeit hatte, dann die, auf die Signale meines Körpers zu hören. Auch ohne Pulsgurt und Uhr konnte ich stets gut einschätzen, in welchem Belastungsbereich ich mich befinde oder welcher gerade für die Einheit angebracht ist.

Von da an habe ich mich wieder mehr auf mich selbst konzentriert und versucht, diese Fähigkeit auch auf die anderen Sportarten zu übertragen. Beim Schwimmen ist mir das mittlerweile sehr gut gelungen. Dort habe ich meine Komfortzone gefunden, in der ich nahezu jede Distanz gut überstehe.

Beim Radfahren fiel mir das ungleich schwieriger. Meine Beinmuskeln sind für das Radfahren nicht entsprechend ausgeprägt, so dass sie in der Regel den Dienst quittieren, bevor mein Puls der leistungsregulierende Faktor ist. Mangels Erfahrung musste ich experimentieren, wie ich das kompensiere bzw. umgehe. So lernte ich die Hügel der Umgebung auch auf dem Rad zu Trainingszwecken besser zu nutzen und verlieh zusätzlich dem Wort "Trittfrequenz" eine für mich brauchbare Bedeutung. Dadurch überstehe ich auch längere Radeinheiten deutlich entspannter und hoffe, dass ich in den letzten Wochen noch ein wenig am Tempo feilen kann.

Überraschenderweise bleiben dann die größten Zweifel, wie ich die letzte Disziplin aufrecht vollende. Wer hätte das geahnt? Michael, der "gelernte" Läufer hat Angst vor dem Marathon! Das liegt aber vielmehr daran, dass ich für meinen Geschmack viel u wenig im Training gelaufen bin. Doch die Kerneinheiten des Triathlons lauten nicht 35-km-Lauf oder 180-km-Radeinheit. Das Zauberwort ist "Wettkampfnahe Koppeleinheit". An die ersten erinnere ich mich ziemlich ungern, weil ich danach entweder nicht schlafen konnte, Muskelschmerzen hatte, mangels ausreichender Flüssigkeitszufuhr ausgetrocknet war, oder sich schlimmstenfalls alle drei Symptome zu einer unheilvollen Allianz gegen mich verschworen hatten.

Das gerade die jüngsten Einheiten deutlich besser verliefen, lässt mich hoffen, dass ich meinen persönlichen Belastungsbereich besser ausgelotet habe und ich die entscheidenden anstehenden Trainingswochen deutlich gewinnbringender für mich nutzen werde.

Nicht zuletzt dank dieser Erkenntnisse habe ich mein anfängliches (Zeit-)Ziel nicht nur gründlich überdacht sondern gänzlich über Bord geworfen. Das Erlebnis Langdistanz steht wieder im Vordergrund und es soll ein positives wie auch bleibendes Erlebnis werden. Von Erzählungen anderer Ironman-Finisher weiß ich, dass ich wahrlich genug Kilometer im Wasser, auf dem Rad und auch in den Laufschuhen "gefressen" habe, um den Wettkampf mehr als gut zu überstehen, also fasse ich wieder Vertrauen in mein eigenes Leistungsvermögen und lasse es einfach auf mich zukommen.

Und Stephan? Egal, was ihr bisher über sein Leistungsvermögen gedacht oder geahnt habt – vergesst es! Der Kerl ist noch viel besser!! Wenn man fast täglich hautnah miterlebt, welche Leistungen er beim Schwimmen und vor allem auf dem Rad abruft und zudem verfolgt, mit welcher Konsequenz er sein Programm abspult, kann man ihm nur wünschen, dass er die 10 h Marke endlich knackt. Verdient hätte er es allemal.

Mit diesem neugewonnenen Spaß am Training geht es nun endlich in den ersten Wettkampf. Dort wird es vor allem darum gehen, die gesamte Bandbreite an Handgriffen und Abläufen einzustudieren, und die Intensitäten der jeweiligen Disziplin aufeinander abzustimmen. Wunderzeiten erwarte ich in Hennef nicht, dafür bin ich auf kurzen Strecken einfach zu langsam. Interessanter wird es dann beim Nordseeman Anfang August. Dort werden alle Fehler und Schwächen der Vorbereitung gnadenlos aufgedeckt. Doch wer daraus lernt, läuft lächelnd in Vichy durchs Ziel.

Stay tuned... PC
 
05.02.2013 20:54 Uhr von Mario  

Beiträge: 367
The longer way to Vichy

Ein wirklich kurzweiliger Einstieg in die Vorbereitungsphase.....Weiter so, ich freue mich schon auf die FortsetzungenHuhu
Gruß Mario
 
05.02.2013 19:57 Uhr von Johannes  

Beiträge: 126
The longer way to Vichy

...das fängt ja gut an.

Bis September kommt im Blog wohl keine Langeweile auf. Grins

Na denn: Gutes GelingenTop

Gruß Joh.
 
05.02.2013 09:06 Uhr von Stephan  

Beiträge: 1378
The longer way to Vichy

Sehr schön geschrieben... BravoLachen
 
04.02.2013 19:12 Uhr von Michael  

Beiträge: 204
The longer way to Vichy

Dann steig´ ich auch mal ein!

Hallo erst mal! Ich weiß nicht, ob Sie´s wussten, aber ich habe mich dazu breitschlagen lassen, in diesem Jahr meine erste Langdistanz zu absolvieren. Als wäre dieses Vorhaben an sich nicht schon wahnsinnig und absurd genug, befinde ich mich unversehens seit Jahresbeginn in der aktiven Vorbereitung. Plem Plem

Dass ich ein halbwegs passabler Läufer bin, kann ich durchaus selbstbewusst behaupten. Auf´s Rad komme ich an sich auch ganz gut, wenn auch in der Vergangenheit eher gelegentlich und auch nur deshalb, weil ich Triathlon auf Kurz- bis Halbdistanz als interessanten Ausgleich für mich entdeckt habe. Schwimmen war jedoch seit Anbeginn eine Hassliebe, denn ich fühle mich zwar ganz wohl im Wasser, aber von einem technisch sauberen Kraulstil bin ich doch in etwa so weit weg wie Daniela Katzenberger vom Physik-Nobelpreis. Manches Mal denke ich, dass ich irgendwo in meiner Haut winzige Perforationen sind, die mir den idealen Auftrieb für die perfekte Wasserlage vermiesen. Schlussendlich muss ich mir dann doch eingestehen, dass Schwimmen die technisch anspruchsvollste der drei Disziplinen ist und deshalb noch viel Arbeit vor mir liegt. Schwimmen

Immerhin, dass regelmäßige Schwimmen mit Stephan (zumeist um 6:30 Uhr in der Frühe!!!) macht Spaß, trägt bereits erste, wenngleich hauchzarte Früchte und zeigt homöopathische Erfolge. Auch wenn ich Stephan manchmal kreuzneidisch Eisenbügel um die Beine schweißen würde, damit ich nicht schon auf den ersten 25 Metern 10 verliere...

Ergänzend dazu habe ich mich für vorerst 3 Monate ins Sportstudio eingeschrieben, die mit meinen unverschämt hohen Beiträgen sicherlich demnächst ein feudales Mitarbeiter-Incentive im Stile der Ergo Versicherung ausrichten werden. Dort versuche ich die zweite Disziplin Radfahren in Trockenkursen (Spinning) oder mit Stephan (mit wem sonst) auf dem unbequemen Ergobike zu trainieren. Auch hier quittieren meine Oberschenkel die ungewohnt frühe und für meine Verhältnisse andauernde Belastung immer mal wieder mit einer gewissen Blockadehaltung, aber das hält sich bislang noch in Grenzen. Ergänzend dazu fordere ich Muskeln zum Widerstand auf, die ich in den letzten Jahren mangels gewinnbringenden Nutzen teils beiläufig, teils zufällig mal aktiviert habe. Selbige begrüßen mich dann morgens schon mal mit einem teuflischen Grinsen und machen einfachste Bewegungen zur Qual. Auch die gewöhnen sich schon dran... Rädchen fahrenKraft-Training

Ausgerechnet das Laufen kommt derzeit eher zu kurz. Zu Jahresbeginn habe ich gleich mal mein volles Kontingent an Verletzungs- und Krankheitsbedingten Fehlzeiten ausgeschöpft und meine obligatorische Zerrung sowie Erkältung abgefackelt. Sollte es das für den Rest des Jahres gewesen sein - ich wär´ nicht bös drum! Trotzdem versetzte mir der erste Lauftest in Porz den gleichen Enttäuschungshammer wie Stephan, und ich bin nicht gewillt zu akzeptieren, dass ich derzeit in der selben Laufform wie zu Beginn meiner Laufaktivitäten vor 15 Jahre bin! Behindert

Nun denn, nach einem Monat stehen folgende Erkenntnisse:

- Die Quali für Hawaii werde ich nicht gleich im ersten Anlauf reißen (würde Stephan zudem um den Verstand bringen...) Lachen
- Zeitmanagement ist eine der größten Herausforderungen Überlegen
- Es geht nicht alles auf einmal und noch dazu braucht es Zeit Haare raufen
- Wie bringen wir unseren Frauen schonend bei, dass sie im Moment manches Mal und nur für wirklich kurze und begrenzte Zeit hier und da mal nur die zweite Geige spielen?? Anbetungswürdig

Auf Letzteres hat Stephan nach 4 Langdistanzen vielleicht schon eine halbwegs akzeptable Antwort gefunden?! Ich genieße derweil den Umstand, dass ich es zu Hause wahrlich perfekt antreffe und rückhaltlose Unterstützung genieße. Aber die harten Monate kommen ja noch... KußKüßchenDaumen drückenDanke

To be continued...
 
03.02.2013 22:20 Uhr von Stephan  

Beiträge: 1378
Auf ein Neues II

Seit Anfang Januar sind Micha und ich nun im regelmäßigen Training für Vichy, wobei momentan vor allem das Schwimmen im Vordergrund steht. 3 x die Woche heisst es um 6 Uhr aufstehen und dann geht´s für ca. 1 Stunde zum Frühschwimmen nach Troisdorf. Anfangs fiel es noch etwas schwer, aber die ersten Erfolge motivieren beim Training.

Lauftechnisch ist eigentlich ein schneller 10er in Leverkusen und dann ein Halbmarathon in Venlo geplant, wobei die anfängliche Bestzeiten-Ambitionen wohl etwas zu hoch gegriffen waren.

Fiel der erste Wettkampf der Saison in Pulheim noch dem Schnee zum Opfer so gab es letzte Woche in Porz die erste Standortbestimmung.... und sie fiel niederschmetternd aus.... fast 44 min. über 10 km waren wirklich katastrophal, auch wenn die Wetterbedingungen mit Schnee und Eis bescheiden waren.
Etwas versöhnlicher fiel der heutige Insellauf in Königswinter aus, wo ich für die 15 km 1:03 h benötigte.
Alles keine Ergebnisse wo ich eine Bestzeit ins Auge fassen kann, aber das Hauptziel steht ja dieses Jahr auch erst im September an. Zwinkern

So, jetzt wieder auf die Couch.... demnächst geht es weiter
Huhu

 
03.02.2013 19:02 Uhr von Stephan  

Beiträge: 1378
Auf ein Neues....

Lang lang ist es her seitdem ich hier im Blog das letzte Mal etwas geschrieben habe. Dies soll sich nun aber wieder ändern und es gibt auch einiges zu berichten.

Vorab noch einige Sätze zum letzten Jahr. So gut das Jahr mit dem erfolgreichen Marathon in Kandel begann, so schlecht verliefen die restlichen Monate. Wie ich im letzten Beitrag schon erzählt habe, musste ich den Ostseeman wegen Trainingsrückstand absagen und danach war dann endgültig die Luft raus.

Um es kurz zu machen - keinen einzigen Triathlon habe ich 2012 gemacht und das war schon sehr entäuschend! Glücklicherweise war ich noch bei einigen schönen Laufveranstaltungen dabei, aber alles ohne ambitionierte Ziele. Dafür fehlte dann einfach die Grundlage. Im Nachinein war der schnelle Marathon im Frühjahr nicht die beste Entscheidung, aber gut... nun ist es passiert und dieses Jahr möchte ich es wieder besser machen.

Dafür gibt es auch wieder ein neues Ziel und zwar die Langdistanz in Vichy am 1.September 2013 und das Beste daran ist, dass ich diesmal nicht alleine dort starte! Während Grit wieder die halbe Distanz in Angriff nehmen will, wird Micha sein Debut auf den 226 km geben und damit gemeinsam mit mir an der Startlinie stehen. FeiernFeiernFeiern

Damit wird hoffentlich mein "einsames" Aufraffen zum Training der Vergangenheit angehören und ich bin wirklich gespannt was dabei herauskommt. Außerdem hoffe ich das Grit und Micha auch hier fleißig mitschreiben und der Blog so etwas interessanter wird.

So, kurz Pause und gleich gehts weiter....
 
12.06.2012 14:56 Uhr von Stephan  

Beiträge: 1378
Absage Ostseeman

Hier ist es sehr still geworden und das lag leider nicht am vielen Training. Dieses Jahr ist vieles nicht so wie es sein sollte und daher habe ich mich letztes Wochenende entschlossen den Ostseeman abzusagen.

Gründe gibt es mehrere und es fällt mir natürlich nicht leicht, aber zur Zeit hat es einfach keinen Zweck. Andere Dinge haben momentan Vorrang und daher ist an ein regelmäßiges Training nicht zu denken. Ich wollte ja zuerst mit der Devise "einfach durchkommen" an den Start gehen, aber selbst dazu habe ich zu wenig trainiert.

Ich hoffe das es nächstes Jahr wieder besser läuft, weil mein Herz schon an der Langdistanz hängt, aber wie gesagt, die äußeren Umstände müssen auch mitspielen.

Sportlich werde ich natürlich diese Jahr weitermachen, aber ob und wenn ja welche Wettkämpfe folgen weiss ich noch nicht genau. Der Run50 und der Marathon mit Johannes in Köln stehen auf jeden Fall noch an. Und wahrscheinlich geht es im Nov. noch nach Nizza... Micha hat schon soviel davon erzählt... Huhu

Beste Grüße
Stephan

 
16.03.2012 15:03 Uhr von Johannes  

Beiträge: 126
Bericht Kandel

... hab Dich!
Wendepunkt und km 26!

Hast ja jetzt die selbe Vorkommastelle wie der Haile.
Ganz, ganz großes Kino!.Anbetungswürdig.Anfeuern

Joh.
 
15.03.2012 16:26 Uhr von Stephan  

Beiträge: 1378
Bericht Kandel

Hier noch ein Bericht über den Marathon:

http://www.laufreport.de/archiv/0312/kandel/kandel.htm

Wer findet mich? Laufen
 
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